[[hofnarren]] Circuslexikon

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Doch kommen wir nun zu den Hofnarren.

Anfangs - im 12. Jhd - waren das nur Menschen mit körperlichen und geistigen
Behinderungen, ohne Bürgerrechte. So schlimm das nun klingen mag, für die damalige
Zeit bedeutete das ein gesichtertes Einkommen, allerdings war man der Willkür
ausgesetzt.
Bei Shakespeare beginnend entwickelt sich durch die Figur des Honarren der Narr
als Künstler. Immer öfter fand man Schauspieler als Hofnarren, die oft vom
Herrscher auch als Ratgeber geschätzt waren. Der Begriff der Narrenfreiheit
findet hier seinen Ursprung, es war die Freiheit alle zu duzen, die Wahrheit
zu sagen und vieles mehr. Gleichzeitig war der Narr auch in einer Opferrolle,
denn er fing die Launen des Königs au, suchte ihn zu erheitern und war ihm stets
zu Diensten.

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Es entwickelte sich eine richtige Zunft der Narren mit entsprechenden
Zunftzeichen. Die Narrenkappe war ursprünglich eine Eselsohrenkappe mit Hahnenkamm
(der Esel als der Dumme, der Hahn als der Eitle), dazu kam das Narrenzepter, auch
Marotte genannt. Diese Marotte trug oft das Ebenbild des Narren als Warnung vor
Selbstgefälligkeit.

Die Rollen von König und Hofnarr findet man übrigens heute wieder beim Weißen
Clown und dem Dummen August. Aber dazu später mehr.

Im Absolutismus unter Ludwig dem XIV. (1643 - 1715) waren galante höfische
Vergnügungen wie Bälle, Hoftheater und Ballett mehr gefragt, die Zeit des
Hofnarren war vorbei.

hofnarren, Rev. 2, Zuletzt geändert 2006-11-17 13:05, 484 Aufrufe
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